Sternensonde

MX 247Pastworld

Autor: Ian Beck
Erscheinungsdatum: Juni 2010
Genre: Fantasy/Science Fiction

Sternensonde Wertung:
Sehr gut

 

 

Zusammenfassung:

Caleb ist eigentlich nur Tourist in Pastworld - einem athentischer Themenpark der im Jahre 2048 das London des 19. Jahrhunderts wiederaufleben lässt. Doch er gerät in einen Hinterhalt und steht plötzlich unter Mordverdacht – ein Verbrechen, worauf im viktorianischen London die Todesstrafe steht …

Eve ist in Pastworld aufgewachsen und ahnt nichts von der Existenz einer Außenwelt. Doch sie spürt den Atem eines schattenhaften Verfolgers, flieht vor einer unsichtbaren, tödlichen Bedrohung.

Calebs und Eves Fluchtwege kreuzen sich und ihre Schicksale werden untrennbar miteinander verbunden – denn als Kreatur der Vergangenheit und der Zukunft ist das Phantom für Caleb und Eve der Schlüssel zum Überleben und zugleich die größte Gefahr, der sie sich stellen müssen!

Kommentar:

Hier hat mich wieder einmal das Cover eines Buches angesprochen und mein Interesse geweckt. Das viktorianische London des 19. Jahrhunderts übte von jeher in Film und Literatur eine gewisse Faszination aus. Charles Dickens Werke und die Mythen um Jack the Ripper trugen ihr übriges dazu bei. Die Inhaltsangabe des vorliegenden Buches war dann schließlich kaufentscheidend.

Die Grundidee ganz London in einen Freizeitpark zu verwandeln und die Struktur um mehr als 100 Jahre zurückzuversetzen ist atemberaubend. Das erinnerte mich an Michael Crichtons Filme Westworld und Futureworld die mich als Jugendlicher schon faszinierten. In Crichtons Version wurden in einer Kuppel riesige historische Welten als Freizeitpark geschaffen. Dort ging ebenfalls alles der Umgebung entsprechend zeitgemäß zu. Die Besucher mussten sich von der Technik und dem Lebensstandard der Gegenwart verabschieden und konnten so das Mittelalter, das alte Rom oder den Wilden Westen - in Futureworld sogar eine Marsmission - realistisch erleben.

Pastworld geht trotz der Parallelen ganz eigene, moderne Wege. Die Handlung besticht durch zahlreiche innovative Ideen und die Story wurde hervorragend umgesetzt. Der Roman vermischt die Atmosphäre des alten Londons mit einem futuristischen Krimi zu einem außergewöhnlichen und intelligenten Thriller. Es vereint mannigfaltige Spielarten der Science-Fiktion in einer ungewöhnlichen Kulisse. Dieses Jugendbuch ist eines meiner persönlichen Highlights 2010.