Sternensonde

ErwähltErwählt
House of Night 3

Autoren: P.C. Cast und Kristin Cast
Erscheinungsdatum: August 2010
Genre: Vampir-Fantasy

Sternensonde Wertung:
Sehr gut

 

 

Zusammenfassung:

Dunkle Mächte sind im House of Night am Werk und Zoeys Erlebnisse im Internat nehmen eine rätselhafte Wendung. Zoeys beste Freundin Stevie Rae ist untot und versucht mit aller Macht, ihre Menschlichkeit nicht vollends zu verlieren. Und Zoey hat keine Ahnung, wie sie ihr dabei helfen kann, aber sie spürt, dass alles, was sie und Stevie Rae herausfinden vor den anderen im House of Night geheim gehalten werden muss. Denn plötzlich scheint es keinen mehr zu geben, dem sie wirklich vertrauen können. Als es kaum noch schlimmer kommen kann, werden Leichen gefunden: ermordete Vampyre! Aber Zoey findet heraus, dass nichts so ist wie es scheint...

Kommentar:

Die Serie steigert sich in ihrer Härte von Teil zu Teil. In „Erwählt“ geht es noch mal etwas mehr zur Sache als in beiden Vorgängern. Zoey schlingert von einer Katastrophe zur Nächsten. Ihre Freundschaft zu den anderen Bewohnern des House of Night und ihre Liebe zu drei völlig verschiedenen Männern wird auf eine harte Probe gestellt. Bisher waren die Romane jedoch in ihrem Spannungsbogen sehr linear aufgebaut. Den Kern jeder Geschichte bilden stets ähnliche Elemente. Zoey schwankt zwischen ihren Verehrern und kann es nicht lassen von ihrem Ex-Menschenfreund zu „naschen“. Doch bei diesem Teil sind viele interessante Aspekte hinzugekommen. Da ist zum einen die Eskalation der Beziehung zwischen Zoey und ihren Eltern bzw. zwischen Menschen und Vampyren. Und zum anderen Zoeys zwiespältiges Verhältnis zu Neferet, das sich hier endgültig zur offenen Auseinandersetzung entwickelt.. Die Story enthält zudem wirklich unerwartete Wendungen und weiterhin können hier weder die Menschen noch die Vampire in Schwarz oder Weiß kategorisiert werden.

Die Autorin versteht es, gezielt kleine Häppchen der gesamten House-of Night Philosophie in den einzelnen Teilen anzubieten und so den Leser bei der Stange zu halten. Darüber hinaus ist der Schreibstil so angenehm, dass auch dieser keinen Widerstand zulässt und jedes Buch zum Pageturner werden lässt. Man kann sich der Faszination dieses Vampyrinternats und seiner Bewohner einfach nicht entziehen und möchte auf jeder Seite wissen, wie es weitergeht. Die Serie ist jung, frech und am Puls der Zeit.

Wenn Twilight der Shakespeare unter den Vampirsagas ist, dann ist House of Night das High School Musical.