Sternensonde

MX 247Die Tribute von Panem
Gefährliche Liebe

Autor: Suzanne Collins
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Genre: SF-Fantasy-Thriller

Sternensonde Wertung:
Genial

 

 

Zusammenfassung:

Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt – oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden – zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod …

Kommentar:

Mit Serien - und insbesondere Trilogien - ist es oft so eine Sache. Meist kann der Nachfolger des Auftaktbandes die Erwartungen nicht erfüllen die ein guter Einstieg aufgebaut hat. Bei „Die Tribute von Panem“ war dieser Auftaktband ein echtes Highlight und für meine Begriffe schwer zu toppen. Die Angst, dass der zweite Band ein Aufguss des ersten wird und sich alles einfach nur unter anderen Umständen wiederholt, war absolut unberechtigt. Suzanne Collins geht die Thematik der Fortsetzung ganz anders an. Nun kommt es zur Rebellion in Panem, ausgelöst durch die Spiele bei denen Katniss durch ihr Verhalten gegen das System rebellierte und sich durchsetzte. Nun ist ein Strohfeuer entfacht worden, das nicht mehr zu stoppen ist. Und Katniss und Peeta sind in erster Linie die Leidtragenden.

Es ist einfach ein faszinierender Stoff der von der Autorin grenzenlos spannend umgesetzt wurde. Das Ende ist überraschend und es wird wohl keinen Leser der ersten beiden Bände geben, der nach diesem Cliffhanger nicht auch zum dritten Band greifen wird. Wie schon der erste Band ist die Fortsetzung sehr gut geschrieben und flüssig zu lesen. Hier gibt es nichts zu meckern und auch die Härte des ersten Bandes wird hier etwas entschärft, auch wenn es am Ende in der Arena erneut heftig zur Sache geht. Panem geht unter die Haut und ins Herz, aber auch ins Gehirn, denn hier werden sozialkritische Fragen und zwischenmenschliche Probleme aufgeworfen. Wie schon im ersten Band ist hier eine absolute Empfehlung an Leser allen Alters auszusprechen. Was man als einzigen Kritikpunkt anmerken könnte, wäre der etwas fehlende Tiefgang, was die politischen und gesellschaftlichen Fragen des Romans angeht. Auf die Entstehung und die Hintergründe des Systems wird nicht eingegangen und auch die Charaktere befassen sich nicht tiefergehend damit. Vielleicht erfahren wir im dritten Band etwas mehr über das Kapitol und die Entstehung der Distrikte von Panem.

Als Leseempfehlung kann ich allen Fans von Panem, denen diese Thematik gefallen hat, auch den Roman „Winterspiele“ von Jean-Claude Mourlevat ans Herz legen.