Autor: Carlos Ruiz Zafón
Erscheinungsdatum: März 2010
Genre: Fantasy
Sternensonde Wertung:
Zusammenfassung:
Ein Schatten liegt über dem Haus am Meer, in das Max mit seiner Familie einzieht. Vor Jahren soll hier unter rätselhaften Umständen ein Junge ertrunken sein. Von dem alten Leuchtturmwärter erfährt Max, daß dieser Junge jenem geheimnisvollen Magier namens Cain zum Opfer gefallen sei, den die Leute auch "Fürst des Nebels" nannten. Als Max und sein neuer Freund Roland am Wrack der versunkenen Orpheus tauchen, bekommen sie zu spüren, daß der alte Mann ihnen nicht alles erzählt hat. Kann es sein, daß der Fürst des Nebels, der in der Vergangenheit so viel Unheil angerichtet hat, wieder an Macht gewinnt?
Kommentar:
Der erste Roman des spanischen Erfolgsautors liegt in Deutschland nach über zehn Jahren wieder mit dieser überarbeiteten Ausgabe vor. Das Rufón gute Geschichten erzählen kann, ist nunmehr bekannt.
Das dies seine erster veröffentlichter Roman war, merkt man dem Werk leider an. Es ist mehr eine Erzählung als ein Roman, es fehlt den Charakteren etwas an Dialog und Tiefgang. Die Ausdrucksweise der Protagonisten ist hier im Gegensatz zu seinen anderen Romanen auch sehr einfach geraten und wenig zeitgemäß. Die Atmosphäre der Kriegsjahre in denen dieser Roman platziert ist wird leider nicht vermittelt. Die Erlebnisse der Jugendlichen könnten genauso in unserer Zeit spielen. Man erkennt es weder an den Personen, an der Umgebung, noch an der fehlenden Technik, dass dieser Roman im Jahr 1943 angesiedelt ist. Nichtsdestotrotz ist es eine wunderbare und spannende Geschichte die der Autor zu erzählen hat. Wieder geht es wie in „Der dunkle Wächter“ um das personifizierte Böse, das in seiner Story nach dem Leben der Menschen trachtet. Insgesamt ist es ein sehr kurzer Roman, der nur 270 Seiten umfasst und dessen Schrifttyp sehr groß geraten ist. Für eifrige Leser ist das Abenteuer an einem Abend ohne Probleme zu bewältigen. Und die doch vorhandene Spannung trägt das Übrige zum schnellen Lesen dieser Lektüre bei.