Zusammenfassung:
Während die Attentäter des Gilam’esh-Bundes weiter die Zerstörung Gilam’esh’gads vorbereiten, dringt Quart’ol nach Hykton, der Hauptstadt des Neun-Städte-Bundes vor um Hilfe zu erhalten, obwohl er als angeblicher Mörder gesucht wird. Bei seiner Freundin Bel’ar findet er ein offenes Ohr. Sie hat in Ner’je eine einflussreiche Freundin im Rat und weiht diese in die aktuellen Geschehnisse ein. Zunächst sieht es so aus, als habe die Freundin Bel’ar und Quart’ol verraten. Doch die Aufmerksamkeit wurde anders auf den vermeintlichen Verräter gelenkt. Mit Ner’jes Hilfe gelingt es ihnen an Bord einer Transportqualle die Sicherheitskontrollen zu passieren und nach Gilam’esh’gad zurückzukehren.
Vogler kehrt mit Pozai’don von der Krakenjagd zurück und entdeckt die Entführung der beiden Geistwanderer. Doch Gilam’esh und E’fah können - nach einer gefährlichen Jagd in der auch der Krake letztendlich zu ihren Gunsten eingreift - gerettet werden. Und in letzter Minute gelingt es Quart’ol und seinen Helfern, auch die Sprengung der alten Stadt zu verhindern. Mit Hilfe des jungen Dran’is, der mit Voglers Unterstützung in seinen eigenen Körper zurückkehren kann, werden auch die restlichen Geheimbündler festgesetzt. Pozai’don bringt die Gefangenen in die „Kammer des Wissens“, in der seit Tausenden von Jahren 13 Hydritengeister leben – die nun die Körper der Geheimbündler von den anderen unbemerkt übernehmen. Dra’nis wechselt in seinen eigenen Körper zurück Die Hydriten sollen nun über ihre wahre Herkunft, die geheime Stadt, und den noch lebenden Propheten aufgeklärt werden, selbst wenn dies Probleme mit sich bringen könnte. Auch Quart’ol kann rehabilitiert werden. Die beiden Marsianer Vogler und Clarice, die mit Quart’ol nach Gilam’esh’gad kamen, sehen ihre Mission auf der Erde als erfüllt und werden zum Mars zurückkehren. Yann Haggard wurde von seinem Tumor befreit, hat aber seine Seherfähigkeiten dafür eingebüßt. Er kehrt zurück nach Madagaskar.
Einige Zeit nach diesen Ereignissen wagt eine Abordnung der Hydriten – durch die Informationen aus Gilam’esh’gad - eine Expedition zum Flächenräumer am Südpol. Der sogenannte Koordinator der Anlage ist verschwunden und auch von Arthur Crow finden die Hydriten lediglich eine Uniform mit dessen Namen…
Kommentar:
Gott sei Dank wurde Gilam’esh’gad nicht zerstört. Nachdem in letzter Zeit einige wichtige Figuren überraschenderweise (wahrscheinlich) ihr Leben lassen mussten, konnte man hier mit allem rechnen. Es wäre echt Schade um einen solch prächtigen Handlungsort gewesen. Nein, es bleiben uns alle Beteiligten inklusive der Unterwasserstadt erhalten. Selbst die 13 Hydritengeister bekommen eine zweite Chance zu ungunsten der Verschwörer.
Insgesamt ist in beiden Bänden nichts Spektakuläres oder Entscheidendes passiert, außer das nun bald alle Hydriten die Geheimnisse ihre Herkunft und Vergangenheit kennen. Dennoch haben beide Romane viel Spaß gemacht. In diesem Band gefiel mir besonders der erste Teil um die Flucht aus Hykton. Doch der heimliche Höhepunkt war der kurze aber vielsagende Vorstoß an den Südpol am Ende des Romans. Klar war, das Crow nicht Tod ist. Die Frage ist nun. was mit ihm und dem Koordinator geschehen ist. Und auch die Frage, ob der Flächenräumer doch noch in absehbarer Zeit eine Rolle spielen wird, ist damit wieder offen.
Interessant war der Aspekt einer Verbindung zwischen Vogler und den Hydriten, als dieser bei der Geisteswanderung von Dra’nis unterstützend eingreift. Es gibt noch viele Möglichkeiten auf Mars und Erde, mit denen die Autoren noch lange neue Abenteuer kreieren können und sicherlich auch werden. Und die Leser dürfen sich weiterhin auf diese Ideen freuen.