Sternensonde

Heftserien > Maddrax > Band 260

 

zurückMX 258MX 259MX 260MX 261MX 262vor

>zur Gesamtübersicht

MX 260Maddrax
Band 260
Fly me to the moon

Autor: Manfred Weinland
Cover: Arndt Drechsler
Erscheinungsdatum: 05.01.2010
Genre: Postapokalyptische Fantasy-Abenteuer-SF
Zyklus: Schatten

Sternensonde Wertung:
Sehr gut

 

Zusammenfassung:

Clarice und Vogler wurden zu einer kleinen philippinischen Insel gebracht und setzen ihr Signal zur Abholung an die Mondstation. Während ihrer Wartezeit begegnen sie dem Drakullen Hi’schi. Er ist ein Experiment der Daa’muren und auf dieser Insel gestrandet. Seine besondere Fähigkeit besteht darin, dass er seine wahre echsenartige Gestalt vor den Blicken der Menschen verstecken kann. Für sie entsteht ein positives Wunschbild einer anderen Person. Auf diese Weise versucht der Drakulle Vogler und Clarice zu überreden, ihn mit ihrem Schiff mitzunehmen. Das es sich bei dem Schiff um ein Raumschiff handelt, ahnt Hi’schi nicht.

Zur gleichen Zeit ereilt Aruula auf der bisher ergebnislosen Suche nach Matts Tochter Ann eine Blinddarmentzündung. Matt hat nicht die Mittel seiner Geliebten zu helfen und muss verzweifelt zusehen, wie Aruula grauenvolle Schmerzen ertragen muss. Die Barbarin hat ohne medizinische Hilfe keine Überlebenschance.

Als das Shuttle die Marsianer von der Erde abholt, wird Hi’schi enttarnt. Trotzdem nehmen sie das seltsame Wesen für Untersuchungen mit zum Mars. Vogler überredet seine Landsleute, mithilfe eines Gerätes das die Tachyonenstrahlung anmessen kann, nach Matt zu suchen. Dies rettet schließlich Aruula das Leben. Weil Matt in den Marsianern eine Möglichkeit sieht eine Waffe gegen den Streiter zu finden, willigt er ein mit zum Mars zu fliegen. Tartus Gonzales von der Mondbesatzung verspricht Matt die Suche nach seiner Tochter fortzusetzen. Und Aruula will ihren Geliebten zum Mars begleiten.

Kommentar:

Toller Titel, tolles Cover, toller Roman. Das ist in Kürze das Resümee dieses Bandes. Manfred Weinland ist mein unumstrittener Lieblingsautor im Serienbereich. Seine Schreibe liest sich wie geschnitten Brot und seine Szenarien sind klar und nachvollziehbar. Zuerst empfand ich den Roman jedoch als etwas zerfahren. Drei Handlungsebenen, dann noch der Drakulle als neuer Charakter. Bis klar wird warum der Schwenk zu Aruula und Matt gemacht wurde, und alles einen Sinn ergibt. Ich war echt von den Socken als klar wurde das es wieder zum Mars geht und die Suche nach Ann ein Marsianer übernimmt. Der Titel und die Umstände versprachen einen gänzlich anderen Roman als der nun vorliegende. Die Ereignisse auf der Insel mit Hi’schi und den Eingeborenen nahmen einen Großteil des Romans in Anspruch. Doch auch mit diesen Komponenten hat Manfred diesen im Gesamtbild der Serie unscheinbar erscheinenden, aber wegweisenden Roman wieder einmal zu einem Leseerlebnis gemacht.

Die Möglichkeit die Tachyonnenstrahlung anzumessen erschließt weitere neue Möglichkeiten. Und gleichzeitig wird eine Chance geboten, auch Aruula eine Zelldusche, (Verzeihung, einen Strahldurchgang) zu ermöglichen. Die Weichen für abertausende weitere Maddraxromane wurden damit gestellt. Ich habe nichts dagegen. Maddrax überrascht mich immer wieder. Mit Matts Rückkehr zum Mars hätte ich so schnell echt nicht gerechnet. Jetzt wird es spannend, was alles auf dem Mars passiert ist, wie Aruula und Chandra sich begegnen werden und ob es eine neue Möglichkeit im Kampf gegen des Streiters geben wird. Vielleicht ist die Ankunft des kosmischen Irgendwas ja gar nicht mehr so fern wie wir denken.