Sternensonde

Heftserien > Maddrax > Band 264

 

zurückMX 262MX 263MX 264MX 265MX 266vor

>zur Gesamtübersicht

MX 264Maddrax
Band 264
Verschollen

Autoren: Mia Zorn und Jo Zybell
Cover: Arndt Drechsler
Erscheinungsdatum: 02.03.2010
Genre: Postapokalyptische Fantasy-Abenteuer-SF
Zyklus: Schatten

Sternensonde Wertung:
Gut

Zusammenfassung:

Eine Rückblende führt uns zu den Ereignissen in Irland, als die mysteriösen Schatten das Dorf Corkaich überfielen und die Bewohner mitsamt Pieroo und Jenny Jenson versteinern. Ann Drax  kann entkommen und der ehemalige Bunkerbewohner Robin Fletscher rettet das bewusstlose Mädchen und versteckt sich und seinen Schützling in einer Höhle. Er nimmt die Kleine mit nach Blarney Castle wo ihnen Traver, der dubiose Anführer der Scones, über die Weihnachtsfeiertage Unterschlupf gewährt. Fletscher erzählt Ann nichts vom Schicksal ihrer Mutter und ihres Ziehvaters. Er hält sie hin und verspricht, dass seine Mutter und Pieroo schnellstmöglich nachkommen werden.

Fletscher will nach Luimineach und Traver verspricht ihn und Ann dorthin zu bringen. Doch er führt die beiden auf die Caha Halbinsel und verkauft sie als Arbeiter an den skrupellosen Minenbesitzer Alhies Cooper. Als Ann die Wahrheit über ihre Mutter erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen. Neue Hoffnung keimt auf, als  Fletscher ihr offenbart, das Anns Vater Maddrax in Corkaich war und auf der Suche nach seiner Tochter ist. Ann, Fletscher und einige andere Minensklaven planen die Flucht. Im Hinterland von Cill Airne, nahe Luimneach, machen derzeit andere Monster den Bewohnern das Leben schwer. Hyeenas sorgen dort für Unruhe. Die dortige Bunkercommunity macht Jagd auf die Tiere. Sie retten schließlich die Flüchtlinge aus einer brenzligen Situation und nehmen sie mit ihren EWAT’s auf.

Die Expedition der Marsianer unter der Führung  von Tartus Marvin Gonzales steht unter keinem guten Stern. Zuerst verzögern eine Lebensmittelvergiftung der Crew und ein Ausfall der Tachyonenpeilung den Start von der Mondbasis. Und als es schließlich zur Erde geht, machen weitere Sabotagakte ein Vorankommen fast unmöglich. Dennoch finden Sie eine Spur, die sie zunächst zu Traver führt und schließlich zu Alhies Coopers Mine. Beide Parteien wollten die merkwürdigen Fremden hereinlegen, was sie schließlich bitter bereuen. Cooper verschweigt, dass Ann geflüchtet ist und gibt ein anderes Mädchen für sie aus. Doch der Schwindel fällt schließlich auf. Als bald darauf die Tachyonenortung irreparabel geschädigt wird, fällt der Verdacht auf Tita Athena Angelis, deren Mutter bei der Brechsteinschlepperaffäre auf dem Mars ums Leben kam. Tatsächlich wurde die Sabotage jedoch von Yiling Kyi Angelis verübt, die der radikalen Pro Mars-Bewegung angehört. Weil nur noch die Fernpeilung der Tachyonen möglich ist, und Anns schwache Strahlung damit nicht aufzuspüren ist, beschließt man zunächst dem starken Signal im Atlantik nachzugehen.

Kommentar:

Das interessanteste an diesem Roman war, was Ann und Fletscher bei ihrer Flucht aus Corkaich erlebt haben. Gut geschrieben und von dem Autorenteam Zorn/Zybell homogen konstruiert. Schön sind auch die zeitlichen und örtlichen Handlungsebenen zwischen denen angenehm hin und her geschwenkt wird. Hier kommt endlich die marsianische Suchmannschaft ins Spiel. Besonders witzig fand ich den bösen und düsteren Minenbesitzer Alhies Cooper. Da haben die Autoren wohl zu oft die Saturnwerbung geschaut.

Doch nun zur Kritik: Der Roman liefert keinerlei Ergebnisse bei der Suche nach Ann noch führt er zu neuen Erkenntnissen zu dem Geheimnis der Schatten. Er hatte auch trotz der lang anmutenden Zusammenfassung insgesamt eine recht dünne Handlung, die irgendwie nicht im Gedächtnis bleibt. Die Marsianer stellen sich etwas zu tollpatschig an und lassen sich stümperhaft von einer Undercoverterroristin an der Nase herumführen. Am Ende werden wir erneut neugierig gemacht, was es mit dem starken Tachyonensignal auf sich hat, aber wieder lässt man den Leser komplett auf dem Trockenen sitzen. Das war irgendwie nicht so toll. Wie eine leckere Torte unter einer verschlossenen Glashaube. Den Schlüssel dazu gibt es erst in den nächsten Wochen.

Fazit: Solider und gut geschriebener Roman, der leider ohne echte Höhepunkte auskommen muss.