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MX 269Maddrax
Band 269
Andronenreiter

Autor: Sascha Vennemann
Cover: Koveck
Erscheinungsdatum: 11.05.2010
Genre: Postapokalyptische Fantasy-Abenteuer-SF
Zyklus: Schatten

Sternensonde Wertung:
Sehr gut

 

Zusammenfassung:

An Bord der MOTHER NATURE und mit Unterstützung der Mendriten nehmen Aurrula und Maddrax Kurs Richtung Irland. Doch in der Nähe von Sizilien wird das Schiff von Andronen angegriffen und versenkt. Die Mendriten kommen unter dem Angriff der fliegenden Rieseninsekten ums Leben und Matt und Aruula sind ein weiteres Mal schiffbrüchig. Auf einem Trümmerteil gelingt es ihnen, an den Strand von Sizilien zu gelangen.

Dort werden sie von einer Andronenreiter-Sippe aufgenommen. Schnell wird klar, dass der Angriff der ausgebüchsten Andronen aus der Zucht des Sippenführers Bruno keineswegs ein Unfall war. Die Paste mit der die Mendriten den Rumpf ihres Schiffes behandelten, war Säure anderer Andronen und machte die Tiere aggressiv.

Matt und Aruula werden in familiäre Schwierigkeiten der Andronenreiter verwickelt. Gosy, die Tochter von Bruno, hat mit dem Conte von Malandra in der Toscana angebandelt, als sie dort für ihren Vater Andronen-Geschäfte abwickeln soll. Der Conte verspricht dem Mädchen die Heirat, wenn sie ihm eine Andronenkönigin zuspielt. Gosy will aus der männerdominierten Sippe ihres Vaters ausbrechen und auch als Frau eine Andronenzüchterin werden. Doch als Gosy ihren Plan in die Tat umsetzt und bei Nacht und Nebel die Zucht ihres Vaters mit einer angehenden Andronenkönigin verlässt, wird sie enttäuscht. Der Conte hat Gosy hintergangen.

Matt und Ruula helfen bei der anschließenden Suche nach der Tochter des Züchters. In Malandra kommt es zur kriegerischen Auseinandersetzung zwischen dem machtgierigen Grafen und den Andronenzüchtern. Bruno weißt den Conte in seine Schranken und nimmt seine enttäuschte Tochter wieder mit nach Hause. Dort gesteht er ihr einige ihrer Emanzipationswünsche zu und lässt sie nach Rom gehen um ihre Pläne zu verwirklichen. Matt und Aruula schenkt er für ihre Hilfe eine Flugandrone. Gosy und ihre Begleiter geleiten die beiden neuen Freunde zum Festland.

Kommentar:

Sascha „Andro“ Vennemann schreibt einen Roman über die riesenhaften, mutierten Ameisen, die seit Beginn der Serie das Bild der postapokalyptischen Maddraxwelt prägen. Seinen ersten eigenständigen Roman für Maddrax widmet er damit den Wesen, die für sein Pseudonym Pate standen. Dass er sich für die Andronen besonders begeistert, zeigt die Liebe und Hingabe, mit der er die Riesenameisen beschreibt und auch erstmals deren Art näher beleuchtet.

Sascha Vennemann geht die Sache ruhig an. Gosys Begegnung mit dem Conte eröffnet einen informativen und unterhaltsamen Roman. Dann wird es bei dem Angriff der ausgebüchsten Andronen auf die MOTHER NATRURE dramatisch und aufgeregt. Doch anschließend wird der Roman wieder ruhiger und erzählt einfach nur eine tolle und kurzweilige Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und problemlos und flüssig zu lesen. Die gelungene Story trägt ihr Übriges zum schnellen Konsum dieses Bandes bei.

Auch diese Art des Maddraxromans mit etwas ruhiger Gangart hat etwas für sich. Es muss nicht immer durchweg actionlastig und übertrieben postapokalyptisch sein um einen interessanten Roman hervorzubringen. Mit vielen Details zu der Art der Andronen und der reizvollen Idee der sizilianischen Andronenreiter wird dieser Roman zu etwas Besonderem.