Zusammenfassung:
Die nächste Zwischenstation auf dem Weg nach Irland ist das ehemalige Monaco. Von hier kamen die mutierten Früchte, die in Rom den Machterhalt der Meffia sicherten. In einer Gaststätte vor den Toren Monacos kehren die Gefährten in eine Gaststätte ein. Sie helfen dem Wirt gegen die Meffia und ziehen so schon Aufmerksamkeit auf sich. Der Wirt Angloo zeigt sich für Matt und Aruulas Hilfe erkenntlich.
Das postapokalyptische Monaco taumelt zwischen hemmungslosen Orgien und blutigen Untergrundkämpfen, und eine unglaublich fette Frau, die man die "Grazie" nennt, hält alle Fäden in der Hand. Sie verfügt durch den Genuss der Früchte über eine unheimliche Macht über die Menschen, was Matt und vor allem Aruula bald zu spüren bekommen.
Matt, Aruula, Tumaara und Manoloo versuchen bei einem Fest an die Grazie heranzukommen. Im Untergrund führt ein Mann namens Hoorge eine Gruppe Untergrundkämpfer an. Er trifft auf Matt und Aruula und will ihnen im Kampf gegen die Grazie und ihren Handel mit den mutierten Früchten helfen. Doch der Maareschall der Grazie, ein Hüne und Schlächter, hat die Eindringlinge im Auge. Aruula bemerkt die Vorliebe der Grazie für Frauen und versucht so mit Tumaara in die Gemächer der Grazie vorzudringen. Es gelingt, doch die Grazie kennt die Pläne der Fremden und die Lage eskaliert. Im Kampf mit dem Maareschall wird Manoloo getötet. Aruula, Matt und Tumaara beenden die Herrschaft der Grazie, doch bemerken sie, das Hoorge sie hintergangen hat. Er spielte ein Doppelspiel. Die Gärten mit den mutierten Früchten werden zwar vernichtet, doch Hoorge hat Matt und Aruula für sein Ziel eingesetzt, an die Samen der Früchte zu gelangen. Er kann mit der wertvollen und gefährlichen Beute entkommen…
Kommentar:
Nach langer Pause ist Michael Marcus Thurner endlich wieder zurück. Und wie gewohnt hat er einen extravaganten Roman vorgelegt. Diesmal ist seine Spielwiese das postapokalyptische Fürstentum Monaco. Wie bei Maddrax üblich, werden Sitten, Gebräuche und allgemeine Dinge aus unserer Gegenwart modifiziert und in die Zukunft transferiert. So gibt es weiterhin Reichtum, Spielcasinos, Dekadenz und sogar den Grand Prix in neuer Form in der ehemaligen Metropole der Reichen und Schönen.
Die Handlung ist gut konstruiert und schnörkellos geraten, es gibt aber für meinen Geschmack keine außergewöhnlichen Höhepunkte. M.M. Thurners Roman ist sicherlich originell und gut geschrieben. Doch habe ich aus seiner Feder schon bessere, temporeichere und atmosphärisch dichtere Romane gelesen. Schön zu lesen sind dafür die teils illustren Zwischenspiele, welche die Emotionen und Eifersüchteleien zwischen Aruula, Matt und Manoolo zeigen. Leider muss der arme Tropf ins Gras beißen. Er hätte sich halt nicht mit diesem Autor anlegen sollen.