Zusammenfassung:
Aruula und Matt erreichen die Dreizehn Inseln und werden dort freudig aufgenommen. Auch Tumaara erwartet eine unproblematische Begrüßung, trotz ihrer Vergangenheit. Gekrönt wird das Ganze, als sie erfährt, das Ludmeela den damaligen Angriff des Izekeepirs überlebt hat. Matt und Arula werden auf den Händler Hermon aufmerksam, hinter dem sich der Daa'mure Grao'sil'aana verbirgt. Er lebt unter dieser Tarnung zusammen mit Bahafaa, für die er entgegen seiner Natur Gefühle entwickelt hat. Was der Gestaltwandler vorhat bleibt ungewiss. Er beteuert gegenüber Bahafaa nicht mehr an Rache zu denken. Doch innerlich kämpft er mit seinem Hass auf Matt. Bahaffa bemerkt dies und hat ein Auge auf ihren Gefährten.
Als Aruula zu der alten, sterbenden Brabuura, die Aruula vor ihrem Tod noch einmal sehen will, ins Gebirge aufbrechen möchte, sieht Grao seine Chance auf Rache gekommen. Aruula lässt zuvor ihr Schwert schärfen und sich ein Neues schmieden. In dieses will sie den Kristall mit Aikos Bewusstseinskopie einarbeiten lassen. Nach dem Aufbruch der kleinen Gruppe, die sich um Aruula und Matt gebildet hat, folgt Grao ihnen unauffällig. Doch dann wendet sich das Blatt. Denn ihm kommt Ludmeela in die Quere, die keinesfalls Tumaara verziehen hat. Auch sie will Rache dafür, das ihre „Schwester“ sie damals im Stich gelassen hat und bei dem Angriff des Izekeepir verstümmelt wurde. Um Bahafaa nicht zu enttäuschen oder gar zu verlieren, entschließt sich Grao, Matt und Aruula zu helfen. Trotz dramatischer Ereignisse kommt niemand zu Schaden. Aruula wird von der sterbenden Brabuura vor einer Gefahr gewarnt, die die Schatten für die und Matt darstellen. Doch die beiden können noch keine Verbindung zwischen den Weissagungen und den Schatten herstellen. Und am Ende gibt es zwar keine Freundschaft zwischen Grao, Aruula und Matt, aber eine Art Waffenstillstand.
Kommentar:
Wieder ein sehr guter Roman von Michelle Stern. Grao macht in seiner neuen Rolle eine gute Figur und wird einem fast schon sympathisch. Die Handlung hatte wirklich unerwartete Wendungen. Während man sich voll auf Grao und seinen inneren Zwiespalt konzentrierte, dachte wohl keiner an Tumaaras und Ludmeelas Probleme. Dieser Handlungszweig mit den Rückblenden zu den Erlebnissen der beiden Kriegerinnen war ebenfalls hervorragend. Aikos Kristall in Aruulas neues Schert einzuarbeiten oder Rulfans kleiner Nachkomme waren nur zwei weitere Sahnehäubchen in dieser tollen Story. Der Schreibstil und die Dramatik waren wieder einmal sehr gut und der Roman problemlos in einem Rutsch zu lesen. Ich bin rundum zufrieden.
Maddrax hat sich auch in diesem Zyklus auf einem extrem hohen Qualitätslevel eingependelt. Oft sind nur Kleinigkeiten ausschlaggebend dafür, dass ich die Romane nicht mit „Genial“ bewerte. Eigentlich hätten es viele verdient. Aber dann bliebe ja keine Abstufung mehr nach oben, wenn ein für meinen Geschmack wirklich perfekter Roman vorläge.