Zusammenfassung:
Agaldir wurde als Sohn der Götter und deren Verbindung mit einer besonders begabten Halblingsfrau geboren. Aufgezogen wird er nach deren tragischem Tod von seinem Großvater, der aufgrund der Außergewöhnlichkeit des Sprösslings mit ihm zu einem anderen Halblingsstamm flüchten muss. Sein Weg zum Blinden Magister erfolgt durch viele Stationen und führt ihn schließlich zum Aufeinandertreffen und zum bekannten Finale mit Meister Claudel.
Die Gefährten finden das Drachenei auf ihrem Schiff, der Wing, die von einem Ork entführt wurde. Sie töten das Wesen und nehmen das wertvolle Ei wieder in Besitz. Der Golem hat die Gefährten in Dandoria aufgespürt. Er wird immer menschlicher und will seine böse Seite ablegen. Doch die Bewohner verstehen ihn nicht und fühlen sich von dem Wesen bedroht. Balger tötet den Golem nachdem seine Söldner diesen schon fast totgeschlagen haben. Darius Drake sucht seine Vergangenheit und findet seine Frau und ihr dunkles Geheimnis. Elvira ist tatsächlich eine Hexe und Darius wurde nie gehängt, sondern stand unter dem Einfluss seiner Frau. Er hat aber seine Tochter an ihrer Stelle unter ihrem Fluch als Dämon getötet und wurde dann von der Hexenschaft in die Unterwelt gebannt. Darius kann der Hexe entkommen und Balger lässt diese verbrennen.
Murogons Tochter Katraana trifft in Unterwelt auf Murgon. Dieser verrät ihr, dass er ihr Vater ist und kann sie von ihrem Vorhaben ihn zu töten abbringen. Er verrät jedoch nicht, dass er seine Schwester umgebracht hat. Bluma kann sich mithilfe ihrer Magie nach Unterwelt transferieren. Sie möchte eine Dämonin werden um Darius Drake, in den sie unsterblich verliebt ist, für sich zu gewinnen. Sie trifft auf Katraana und Murgon und öffnet die mysteriöse Kiste. Die Kiste saugt Murgon überraschenderweise ein und verschließt sich unwiederbringlich. Katraana entdeckt ihre dunkle Seite und wird zur Herrscherin der Unterwelt. Sie lässt Bluma nach Danadoria zurückkehren.
Conner verliert Lyssa durch einen Giftanschlag einer Frau, die sich in Connor verliebt hat. Dieser tötet die Frau daraufhin aus Rache. Das Gewissen Mythenlands in Form des Lichtwurm, der sich Ringo nennt aber auch Symbille, ist aus dem magischen See im Keller des Hauses von Agaldir und Steve verschwunden. Doch Bluma legt sich in das Wasser und ersetzt Ringo so lange bis man ihn gefunden und gerettet hat.
Balger wird König und die Freunde trennen sich. Außer Darius, der in Dandoria bleibt, ziehen Bob und Bulma mit der letzten Amazone Laryssa und dem Heilelexier gen Amazonien. Connor, Frethmar und der blinde Magister Agaldir versuchen den geheimnisvollen Entführungsfall des Lichtwurms aufzuklären.
Kommentar:
Autoren behaupten oft, während des Schreibens einer Geschichte ihr Ende noch nicht zu kennen. Bei Mythenland ist dies offensichtlich auch der Fall. Volker Ferkau schafft es dennoch, bei den meisten Handlungssträngen eine mehr oder weiniger zufriedenstellende Lösung zu präsentieren. Im letzten Band dieses Zyklus wird vieles stimmig zu Ende gebracht, aber auch manches in den nächsten Zyklus „verschleppt“. Agaldirs Geschichte fand ich gut, aber weniger gelungen als die von Connor oder Frethmar in den vorherigen Teilen. In diesem Band war die Auflösung um Darius Vergangenheit mein absolutes Highlight. Hier gab es wirklich unerwartete Wendungen und ein dramatisches Ende.
Die Begegnung zwischen Katraana und Murgon verpuffte dagegen in einem eher unspektakulären Finale in dem Bluma – natürlich – das Kästchen der Wächter öffnete. Das Murgon darin verschwindet und Katraana zur dunklen Seite wechselt, war hingegen wieder unerwartet.
Am Ende erschien mir die Geschichte dann doch insgesamt etwas zuviel von Lost inspiriert. Der Lichtwurm als Überwesen und Hüter von Mythenland, die Gefährten als Auserwählte, und Bluma nimmt den Platz des Hüters ein. Und über allem prangt die Botschaft des Ganzen: Liebe und Freundschaft geht über alle Grenzen und das Leben hinaus.
Dennoch ist dieser Band wieder sehr gelungen und fesselte mich bis zum Ende. Mit Mythenland ist Volker Ferkau wirklich eine besondere und unvergleichliche Serie gelungen die es so noch nie gegeben hat. Es wäre schön, wenn es in Zukunft noch viele Abenteuer in Mythenland zu erleben gäbe. Und somit hat hier jeder Band und die Serie insgesamt eine sehr gute Bewertung mehr als verdient.
Dieter Krämer - Sternensonde - Oktober 2010