Zusammenfassung:
Dana Frost leidet an einem Gehirntumor. In der Zeit in der sie lebt, stellt dies kein großes medizinisches Problem dar. Aber ihre Krankheit ist andersartig und scheinbar unheilbar. Dr. Tregarde muss seiner heimlichen Liebe mitteilen, das sie nicht mehr lange zu leben hat. Dana behält die Sache noch für sich. Die Krankheit würde zur unmittelbaren Suspendierung führen.
Derweil wird im Hegelsystem in Transalpha, in dem sich die STERNENFAUST zurzeit aufhält, ein Experiment gestartet, das wegweisend für die Menschheit sein wird. Die kleine Kolonie Hegel III im Transalpha-Sektor, die sich ganz der wissenschaftlichen Forschung verschrieben hat, steht kurz davor, künstlich eine Art Wurmloch zu erzeugen. Unter Mithilfe von Professor von Schlichten und unter großer Anteilnahme der Presse ist eine Demonstration angesetzt. Als Gegenleistung für die Überlassung an die Solaren Welten hat die Kolonie die STERNENFAUST angefordert. Zudem muss Taglieri ein paar Monate als "Mentor" für einen hochbegabten Jungen an Bord der STERNENFAUST herhalten.
Bei der Demonstration sollen zwei Shuttles durch das künstliche "Wurmloch" fliegen. Doch es kommt zur Katastrophe. Die freigewordene Energie ist nicht mehr zu bändigen und eine Abschaltung der Wandler nicht mehr möglich. Dana Frost entschließt sich ohne Befehl mit einem weiteren Shuttle den beiden Piloten zu helfen. Einer der beiden kommt ums Leben. Zuvor sieht er jedoch eine riesige quallenartige Erscheinung in dem Fixstrom. Dana und der zweite Pilot überleben. Hegel III wird aber komplett zerstört und mit dem Planeten sterben hunderttausende Kolonisten.
Dana gesteht Taglieri ihre unheilbare Krankheit und macht sich auf den Weg zur Erde.
Kommentar:
Nach fast zwanzig Heften Pause kehre ich zurück an Bord der STERNENFAUST. Und werde dort sofort mit Danas unheilbarer Krankheit und dem Tod hunderttausender Kolonisten konfrontiert. Starker Tobak, verpackt in einen spannenden und extrem kurzweiligen Roman, der wieder Lust auf mehr macht. Die Pause ist kaum zu spüren, ich bin sofort wieder „zuhause“. Interessante Charaktere wie der der Junge Adric und der Christophorer Izanagi Narada oder mythische Aspekte wie das „Quallenphänomen“ verhelfen dem neuen Zyklus zu einem interessanten Start und machen diesen Roman zudem zu einem sehr guten Einzelheft.
Die interessanteste und spannendste aller Fragen ist jedoch: Wird Dana wirklich sterben? Und wie geht es in der nächsten Zeit mit ihr weiter. Dies ist für mich einer der wichtigsten Gründe, wieder langfristig auf der STERNENFAUST anzuheuern. Denn das taffe „Eisbiest“ habe ich in meiner Abwesenheit am meisten vermisst. Sie ist für mich schon immer das Zugpferd der Serie gewesen, obwohl diese Serie an keinen Hauptcharakter gebunden sein sollte. Dennoch kann und will ich mir STERNENFAUST ohne Dana Frost nicht vorstellen…
Dieter Krämer (Sternensonde)
Weitere Lesermeinungen:
Hermes (Bastei-Forum)
Ein packender Roman, der Dramatik, Atmospäre und eine rundum gelungene Story liefert. Die Szene mit Frost/Tregarde, die Abschnitte im Pressezentrum, Dana im Shuttle, die Begegnung Taglieri/Ardic das ist alles einfach erste Sahne. Wenn dieser erste Band der Maßstab für den kommenden Zyklus ist, dann wird das hochdramatisch und überaus spannend. Kritik? Na ja, wenn es unbedingt sein muss. Ich bin kein Freund der ausgedehnten Jägerflugmanöver, weil ich die einfach nicht nachvollziehen kann. Die entsprechenden Passagen hätten für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen können. Und Taglieri über Jahrzehnte heimlich in Dana verliebt? Na ich weiss nicht. Aber das sind alles Peanuts angesichts des grandiosen Einstiegsbandes.
Aldebaran (Bastei-Forum)

Ziemlich fies, Dana Frost ausgerechnet jetzt auf die Liste der am meisten bedrohten Persönlichkeiten im STERNENFAUST-Universum zu setzen. Kommt da mit Thomas Höhl ein neuer Exposé-Autor daher und verfällt womöglich auf den Gedanken Dana Frost aus der Serie zu schreiben? Ach was, das traut der sich nie! Oder doch?
Dieses Heft bot mir kurzweilige Unterhaltung auf einem Niveau, wie es in den Heften 100 bis 120 leider nur selten erreicht worden ist. Beinahe jede Szene war stimmig und wurde realistisch vermittelt. Ich habe mich lediglich gefragt, ob Bhaskara und Benford den Ausgang aus dem Fixstrom nicht auch von alleine gefunden hätten. Es war wohl eher eine Kurzschlußreaktion von Dana, die zwei Piloten retten zu wollen.
Ein kraftvoller und vielversprechender Auftakt für den neuen Zyklus!