Sternensonde

Heftserien > Sternenfaust > Band 139

 

zurückSF 136SF 137SF 138SF 139vor

>zur Gesamtübersicht

SF 138Sternenfaust
Band 139
Jagd auf Nickie Berger

Autoren: Simon Borner
Cover: Arndt Drechsler
Erscheinungsdatum: 01.06.2010
Genre: Science-Fiction

Zyklus: Erzengel-Zyklus

Sternensonde Wertung:
Gut

 

Zusammenfassung:

Commander Shamar al Khaled ist nicht nur Erster Offizier der STERNENFAUST, er ist auch Mitglied des Geheimdienstes der Solaren Welten - der „Galaktischen Abwehr“. Und während sich die STERNENFAUST nach der verheerenden Schlacht im Kridan-System noch immer im Raumdock bei Vesta befindet, hat al Khaled eine neue Aufgabe. Er macht Jagd auf Nickie Berger, die trotz aller Sicherheitsauflagen aus ihrem Gefängnis entkommen konnte.

Diese Jagd führt die Verfolger nach Deutschland. In Berlin, wo Diaz Berger zum Bauernopfer machen will, wird das „Nest“ der Terrorosten entdeckt und Diaz und Nickie Berger bei der Aktion getötet…

Kommentar:

Die Story ist insgesamt wieder sehr dünn, der Einstieg mit der Flucht von Nickie Berger ist jedoch interessant und spannend. Im Mittelteil wird der Roman recht langweilig und das Ende ist wieder wirklich gelungen. Einige Szenen, wie die mit den Struttenkötter, rutschen jedoch in Slapstick ab und sind für meinen Geschmack unnötig gewesen. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Die Handlung teilweise in Berlin spielen zu lassen, ist grundsätzlich eine gute Idee und bringt die Serie näher an den Leser. Das Berger hier zum Bauernopfer wird und ihr letztes Gastspiel gibt, war ebenso überraschend und unerwartet wie der Tod des Erzbösewichts Diaz. Da wurde ein starker und mächtiger Charakter sehr lapidar geopfert.

Doch insgesamt gibt mir persönlich die Storyline um Nickie Berger, Diaz, Gregorowitsch und Co. nicht viel. Bei diesen Agentengeschichten und politisch überladenen Romanen fehlt mir der „Sense of Wonder“. Dieser kehrt hoffentlich in den nächsten Monaten mit Dana und ihre Odyssee zurück.

Dieter Krämer (Sternensonde)

Weitere Lesermeinungen aus dem Bastei Forum:

Hermes:
Gut

Der Roman beginnt stark mit der Befreiung von Nikki Berger. Mit Izanagi Narada, Shamar al Khaled und Walter Gregorovitsch. Auch die Befreiung von Nicki Berger ist spannend beschrieben. Danach gibt es einen Bruch und die Handlung in Berlin liest sich wie aus einem anderen Roman. Bei Eusebius Struttenkötter hatte ich sogar das Gefühl, ich lese einen Zamorra. Die gesamte Berlin-Handlung mit ihren diversen Anspielungen auf die Werbeberieselung und die Jugendsprache hatten einen völlig anderen Charakter als der Part davor. Und sorry, aber den Struttenkötter hätte man wohl doch besser ganz rausgelassen.

Ärgerlich auch: Erst beschreibt der Autor ausführlich die unter großem Aufwand durchgeführte Befreiung von Nikki Berger und dann lassen die Entführer sie mutterseelenallein durch Berlin spazieren, setzen sie der Gefahr der Entdeckung aus, welche ja auch fast eintritt. Also die Entführer handeln erst hochprofessionell und dann äußerst stümperhaft.

Mit dem Ende wird viel Potential verschenkt. Diaz war einer der charismatischen Gegenspieler der STERNENFAUST und Nicki Berger hatte man auch als echte Gefahr für die Solaren Welten aufgebaut.