Sternensonde

Heftserien > Sternenfaust > Band 143

 

zurückSF 140SF 141SF 142SF 143vor

>zur Gesamtübersicht

SF 143Sternenfaust
Band 143
Loodoon

Autoren: Volker Ferkau
Cover: Arndt Drechsler
Erscheinungsdatum: 27.07.2010
Genre: Science-Fiction

Zyklus: Erzengel-Zyklus

Sternensonde Wertung:
Sehr gut

 

Zusammenfassung:

Dr. Tregarde, Commander Jake Austen, Lieutenant Mary Halova und Colonel Yefimov befinden sich auf einer dramatischen Erkundungsmission auf dem Planeten Fal. Denn die Bewohner von Fal, die Fal'Zie, hatten sich offenbar vor 40.000 Jahren im Krieg gegen die scheinbar unbesiegbaren Quallenwesen befunden, die noch immer die größte Bedrohung für die Solaren Welten darstellen. Doch eine geheimnisvolle Substanz in der Atmosphäre von Fal vernichtet alle synthetischen Stoffe, wodurch sich das Shuttle des Teams kurz nach der Landung regelrecht in Luft auflöst. Der Fal'Zie Yaag wird bei der Begegnung mit den kuriosen Bewohnern von Loodoon getötet, Commander Jake Austen wird verschleppt und die anderen versuchen in der mysterösen Stadt Hilfe zu finden. Im Kerker begegnet Jake der J'ebeem Jeroine und muss für sie gegen Monster in einer Art Gladiatorenarena kämpfen.

Kommentar:

Der Auftakt zum Zweiteiler von Volker Ferkau ist gelungen und enthält eine exotische und abgedrehte Idee nach der anderen. Spielwiese ist eine morbide Welt ohne Technik. Angelehnt an das London des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wirft der Autor unzählige Spielarten der Fantasy und der Science-Fiction in einen Topf und rührt das Ganze zu einem ansprechenden Roman zusammen. Bis zur Ankunft auf dem Planeten bleibt es auch noch übersichtlich. Doch dann versucht Volker zu viele Elemente in seine Geschichte zu packen. Dabei bleibt das Tempo zwar hoch, doch die Tiefe geht verloren. Über vieles würde man gerne mehr erfahren. Die Charaktere bleiben oberflächlich. Dennoch ist der Roman mehr als gelungen.

Leider wird auch Yorg viel zu früh geopfert. Es würde Sternenfaust gut tun, einmal solche interessanten Charaktere langfristig als Hauptdarsteller einzubinden. Um wieder den „Großen Bruder“ Perry Rhodan zu bemühen: Mir fehlt es neben Dana Frost an Führungspersönlichkeiten und charismatischen Protagonisten. Nicht nur gute Einzelstorys oder ansprechende Zyklen binden die Leser langfristig an eine gute Serie, sondern vor allem die Akteure. Gucky, Atlan, Alaska Saedelaere, Roi Danton oder Lord Zwiebus sind das Salz in der Unterhaltungssuppe der Rhodan-Serie. Und bei Sternenfaust fehlt als eindeutig an solchen Figuren. Diese werden hier immer sehr kurzfristig abserviert und auch die vorhandenen Hauptdarsteller werden sehr stiefmütterlich behandelt. Es wäre eine Überlegung wert, dies einmal zu ändern.

Dieter Krämer (Sternensonde)

Weitere Lesermeinungen aus dem Bastei Forum:

Hermes:
Genial

Also man kann natürlich fragen, was geht da eigentlich ab? Hat die Sternenfaust keine Beobachtungssysteme? Gibt es keine Spionagesonden, Dronen etc.? Muss man den mühsam aus 40 000 Jahren Stasis Erweckten gleich einem solchen Risiko aussetzen?

Aber wenn man den Absturz erst mal hinter sich gebracht hat, interessiert das alles nicht mehr! Volker Ferkau hat einen echten Knaller abgeliefert. Packend - mitreissend - unvergesslich. Atmosphärisch unglaublich dicht nimmt Loodoon Gestalt an. Man leidet mit den Figuren, wird wie die Sternenfaustcrew in eine unglaublich fremde und doch eigenartig bekannte Welt geworfen und versucht, sich mühsam darin zurecht zu finden. Überall geheimnisvolle Andeutungen, dazu die Geschichte von Yefimov und Anneé.

Ich bin gespannt auf den zweiten Teil. Wird bestimmt nicht leicht für Volker diese unglaubliche Spannung und Atmosphäre aufrecht zu halten und ein - halbwegs - plausibles Ende zu finden.