Sternensonde

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SunQuestSunQuest
Band 3
Das sterbende Land

Autoren: Roman Schleifer und Wolfgang Oberleithner
Cover: Swen Papenbrock
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Genre: Science F
iction

Sternensonde Wertung:
Ein Funke Hoffnung:
Geht so
In der Tiefe:
Gut

 

 

Zusammenfassung:

Noch immer halten sich Shanija, PONG, As'mala, Seiya, Darren und Mun in der so genannten „Flüstertüre“ auf. As'mala befürchtete, dass Shanija entführt wurde. Doch Shanija traf sich zu einer Liaison mit Darren und es scheint, dass Seiya aus versehen an ihrer Stelle entführt wurde. Einziger Hinweis auf Seyas Aufenthaltsort ist eine seltsame Flüssigkeit die es nur an einem bestimmten Ort auf Less gibt. Es gilt nun die Entführer dorthin zu verfolgen. Mit einem außergewöhnlichen und scheinbar lebendigen Zug geht die Reise weiter. Auf der Fahrt wird der Zug von den Warnern überfallen und Shanija aus dem Zug geschleudert. Doch Shanija ist stärker und mittels eines PSI-Verbundes mit Darrens kann sie sich gegen die Warner und gegen die Einverleibung durch den Zug erwehren und zu den Gefährten zurückkehren. Die Warner sprengen einen Teil des Zuges und als dieser plötzlich die Weiterfahrt verweigert, macht sich zu allem Überfluss auch PONG aus dem Staub. Bei seiner Verfolgung gelangen die Gefährten auf einen nahegelegenen Raumschifffriedhof der ebenfalls zu einer Stadt umfunktioniert wurde. Shanija findet PONG bei dem geheimnisvollen Samuno und seiner Tochter Katha wieder. Er hat scheinbar eine Lösung gefunden, Less zu verlassen. Trotz der fehlenden Energie hat er ein Raumschiff entwickelt, das angeblich mit der starken Psi-Sonnenkraft von Shanija fliegen könnte. Shanija muss sich entscheiden ihren Freunden beizustehen, oder die Chance zu nutzen und die Erde zu erreichen. Doch die Hoffnung war umsonst, denn wieder einmal wurden Shanija und ihre Begleiter beeinflusst. Das körperbehinderte Mädchen verfügt über eine starke Telepathie- und Suggestionsgabe und so gaukelte sie allen die Erfüllung ihrer innigsten Wünsche vor. Samuno war lediglich eine Projektion ihrer Psikraft und das Mädchen wird bei einer Auseinandersetzung mit den Banden des Raumschifffriedhofs getötet. Shanija und ihre Gefährten setzen die Reise auf einem selbst gebauten Buggy fort…

Shanija, PONG, As'mala, Seiya, Darren und Mun reisen weiter nach Osten auf der Suche nach ELIUM. Der Buggy hält der Reise nicht stand und als das Segel bricht, müssen die Gefährten zu Fuß weiter gehen. Mun braut seinen Mitstreitern einen Nährtrank, der letztendlich ihr Überleben in der unwirtlichen Umgebung sichert. In der Hochebene finden sie ein Schlucht vor die zu wachsen scheint und sich verändert. Ein Weg in die Tiefe führt sie in eine feuchte Höhle und zu ELIUM. ELIUM ist ein havariertes Raumschiff, das eine merkwürdige organische Struktur zu haben scheint. As'mala entdeckt einen Weg durch einen Versorgungsschacht unter Wasser. Im Innern des seltsamen Schiffes treffen Sie auf eine biomechanische Lebensform. Eines dieser Wesen gelingt es mit Muns Trank von die biologische von der mechanischen Komponente zu trennen. Das Wesen nennt sich Bio6 und die Gefährten erbeuten einen wichtigen Speicherkristall der Kreatur, mit dem sie Bio6 zur Kooperation zwingen. Bio6 erzählt auf dem Weg zum Zentrum von ELIUM über die Vergangenheit und die Struktur des Schiffes. Die Bewohner sind einer klaren Struktur unterworfen und einst gab es ein führendes Volk unter den Raumfahrern, die so genannten Graxflam. Diese sind jedoch nicht mehr an Bord zu finden. ELIUM erweist sich als selbstversorgende Kriegsmaschine die Angst und Schrecken über die Planeten gebracht hat. Im Herzen ELIUM's wird unterdessen Seiya von dem insektoiden Sicherheitschef des „Aderschlags“ bearbeitet. Sie wird für die Trägerin der Sonnenkraft gehalten und soll eine bestimmte Funktion für das Schiff erfüllen. Rb'b'trr bricht den Willen Seyas und führt dem Gremium seine Ergebnisse vor. Dieses Gremium und die Krieger innerhalb ELIUM's bestehen aus verschiedenen Völkern, unter anderem auch Menschen. Zwischen Rb'b'trr und dem Menschen Worgor herrscht ein herber Konkurrenzkampf. Durch die Beeinflussung Seiyas wird ihre PSI-Fähigkeit nicht nur verstärkt, sondern auch um die Komponente Feuer erweitert. Als Shanija und ihre Begleiter ins Herz ELIUM's vorstoßen und Seiya befreien wollen, kommt es zum infernalischen Kampf. Seiya ist außer Kontrolle und verbreitet mit ihren Gaben Tod und Verderben. Dabei wird auch Rb'v'trr und seine Gefolgschaft getötet und die Gemeinschaft kann mit Seiya auf die Oberfläche des Schiffes fliehen. Dort ergattern sie einen orgamechanischen Vogel und dank Bio6, der mittlerweile frei denken kann und in den Menschen Freunde gefunden hat, können sie den Vogel starten. Seiya ist stark mitgenommen und nur Mun kann ihr mittels einer Geistesverschmelzung eine neue Erinnerung geben. Er verstößt damit gegen die Gebote der Bruderschaft, denn diese Fähigkeit war bisher geheim. Als Seiya erwacht, fliegt der Vogel gerade über eine Insel und die Stadt Burundun. Sie beherbergt das Zentralarchiv und es scheint, als sei nun das eigentliche Ziel endlich erreicht…

Kommentar:

Ein Funke Hoffnung:
Roman Schleifer kann leider nicht an die bisherigen guten Beiträge der Newcomer bei SunQuest anknüpfen. Mir ist bei dieser Serie besonders der Unterschied zwischen den Beiträgen der Männer und Frauen aufgefallen. Während die Frauen unter den Autoren Shanija, As'mala und Co. trotz aller Härte etwas romantisch-verspielt und ihre Charakter sehr liebevoll und detailliert darstellen, sind die Protagonisten bei den Männern eher pragmatisch dargestellt. Also verhält es sich auch hier wie im richtigen Leben. Manche Gedanken und Handlungen passen meiner Meinung nach nicht zu den Frauen der Serie. Ich glaube kaum das eine Frau, und sei sie noch so burschikos, einen Begriff wie Hirnwichserei denken, geschweige denn aussprechen würde. Dafür bereichert Roman Schleifer Less mit exotischen und außergewöhnlichen Geschöpfen. Aber auch hier wird es mir zeitweise etwas zu bunt. Seine Schauplatzwechsel sind sehr sprunghaft geraten und die vielen guten Ideen gehen in der oberflächlichen Behandlung verloren. Die Motivation der Charaktere für bestimmte Handlungen ist ebenfalls nicht immer nachvollziehbar. An sich hat mir der Inhalt des Romans durchaus gefallen, die Ausführung fand ich dagegen streckenweise eher mangelhaft.

In der Tiefe:
Der zweite Teil dieses Bandes hat mir wesentlich besser gefallen. Wolfgang Oberleithner liefert einen soliden aber keineswegs überragenden Roman ab. Klar strukturiert folgt seine Geschichte einem geradlinigen Plot, was den Roman sehr gut lesbar macht. Seine Charaktere bleiben jedoch oberflächlich. Sein Interesse gilt der Handlung und diese ist auch ohne auffällige Fehler. Leider behandelt der Autor ELIUM und seine Bewohner etwas stiefmütterlich. So wird hier nie eindeutig klar, was Rb'b'trr mit Seiya vorhatte. Die Befreiung Seiyas bleibt ohne Überraschungen und wirkt am Ende zu überhastet und actionlastig. Sympathischer Pluspunkt ist Bio6 und sein Wandel im Laufe der Geschichte. Als am Ende die Insel mit dem Zentralarchiv erreicht wird, blitzt noch einmal in den Beschreibungen des Fluges auf dem Stahlvogel der Sense of Wonder auf. Leider nur ein kleiner genialer Augenblick in einem ansonsten guten Roman.

Die Illustrationen von Andreas Adamus sind nicht so überragend wie die der ersten beiden Bände, untermalen jedoch die Geschichte mit passenden Motiven die einfach und klar strukturiert sind und sich auf die Darstellung einzelner Personen beschränken. Am besten gefiel mir dabei noch Seiyas Porträt, das im Gegensatz zu den anderen Motiven detailreicher und ausdrucksstärker ist.