Sternensonde

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Der VirenplanetTitan Sternenabenteuer

Autoren: Diverse
Genre: Science-Fiction-Thriller

Sternensonde Wertung:
Gut

 

Beschreibung:

In den Jahren 1972 bis 1974 gab es die SF-Heftromanserie "Raumschiff PROMET". Von Kurt Brand konzipiert und anfangs von ihm und Hans Peschke sowie Hermann Werner Peters alias Bert Stranger (später alias Staff Caine) geschrieben, erschien sie zunächst unter dem Serientitel "ARN BORUL - VON STERN ZU STERN" im 14tägigen Wechsel mit serienunabhängigen Einzelromanen im Kölner Andromeda-Verlag. Die Serie war ein Novum auf dem deutschen Markt. Während anderswo noch wilde Raumschlachten tobten, wurden hier friedliche, aber trotzdem spannende Forschungsabenteuer präsentiert, und während anderswo die Hosen der Helden noch verflixt und zugenäht waren, zeigte sich hier bereits eine sexuelle Freizügigkeit, die man bis dato eher von US-Autoren wie Silverberg kannte. Das zusammen machte "Raumschiff PROMET" zur "Kultserie". Nach Heft 20 wurden die Einzelromane gecancelt, um erst sehr viel später sporadisch als "Sonderbände" zwischengeschoben zu werden. Ab Heft 21 hieß die Serie nicht mehr "ARN BORUL", sondern "Raumschiff PROMET", und als der Andromeda-Verlag Pleite ging, wurde die Serie vom frisch gegründeten Astro-Verlag übernommen und fortgeführt. Den ereilte dann aber auch der finanzielle Kollaps, so dass Heft 65, nur noch teilweise ausgeliefert, mitten in einem Romanzyklus das (vorläufige) Ende markierte.

Überhaupt stand die Serie ständig unter einem Unstern. Als die Honorare ausblieben, verweigerte Kurt Brand schließlich die Herausgabe eines bereits fertig gestellten Manuskriptes - des Abschlussromans des legendären "Orff-Zyklus" (das Manuskript ging später, noch zu Brands Lebzeiten, verloren). Brand stellte die Serie offiziell ein. Verlag und Autorenkollegen machten ohne seine Genehmigung weiter, obgleich alle Serienrechte, gerichtlich bestätigt, bei Brand lagen. Für den fehlenden Roman wurde überraschend ein "Sonderband" eingeschoben, und Monate später schrieb Ronald M. Hahn unter Brands Pseudonym I. S. Osten besagten Abschlussband des Zyklus nach eigenen Motiven neu. Mit neu zum Team stoßenden Autoren wurde weitergearbeitet, und als Brand gerichtliche Schritte gegen die ungenehmigte Fortführung einleitete, beschloss man, aus "Raumschiff PROMET" das "Raumschiff TITAN" zu machen und im Laufe der folgenden Romane auch einen Teil der Hauptfiguren auszutauschen. Eine Idee, die mit dem Absturz und der Zerstörung der PROMET anlässlich der "Katastrophe auf Bankor" eingeleitet werden sollte, aber nicht mehr zur Durchführung kam, weil mit dem so betitelten Band 65 Schluss war.

Um 1990 herum plante der Wiesbadener David Christian Hill, die Serie in seinem neu gegründeten Milton Verlag neu aufzulegen. Aber noch bevor es richtig losgehen konnte, war es auch schon wieder vorbei - der Milton Verlag ging Pleite. 1996/97 nahm sich Jörg Kaegelmann mit seinem BLITZ-Verlag der Serie an. Zuvor hatte bereits der HJB-Verlag den Versuch gestartet, "Raumschiff PROMET" als Hardcover nachzudrucken. Über Buch 1 kam das Projekt nicht hinaus. Kaegelmann erwarb die Serienrechte und führte die Nachdrucke als Paperback fort. Die Nachdrucke nannten sich nun "Raumschiff PROMET Classics", und Thomas Ziegler schrieb die Exposés zu "Raumschiff PROMET Neue Abenteuer", mit denen die Serie fortgesetzt wurde - in einer dunklen Zukunft fast zwei Jahrzehnte nach dem Ende der "Classics", mit einer neuen Crew und einem neuen Raumschiff.

Kommentar:

Mittlerweile hat die Serie den Titel "TITAN-Sternenabenteuer" erhalten und schon mehrere Zyklen hinter sich. Mit dem Roman "Todesanzeigen" habe ich zum ersten Mal in die Serie reingeschnuppert und wurde sofort infiziert. Das Konzept hat mich so überzeugt, dass ich die Abenteuer der TITAN seither hier auf der Sternensonde präsentiere. Bis Band 32 erschienen die Romane im Taschenbuchformat. Seit März 2009 wurde die Serie auf Hardcover mit größerem Umfang und in sich abgeschlossene Handlungen umgestellt.

Mit dem Paperback Band 22 „Todesanzeigen“ stieg ich vor über fünf Jahren in die Serie ein. Die alten Promet- und Titangeschichten kannte ich nur vom Hörensagen. Was mich gleich faszinierte war die Andersartigkeit dieser SF-Serie. Da wurde nicht sparsam mit Sex und Erotik gespielt. Dazu waren die Charaktere exotisch und die Handlung teilweise völlig untypisch im Vergleich mit klassischen SF-Serien. Diese Faktoren prägten meine Begeisterung für die Titan-Sternenabenteuer.